Der Anbau
Die Sorte: Indica, Sativa oder Hybrid?
Jede Cannabissorte hat eigene genetische Merkmale, die Wachstum, Ertrag und Wirkung beeinflussen. Drei Hauptarten gibt es: Indica, Sativa und Hybride. Welche du wählst, entscheidet maßgeblich über dein Anbauerlebnis.
Indica
Kompakte Pflanzen mit dichter Blütenstruktur. Die Wirkung ist entspannend, beruhigend und oft schlaffördernd, ideal für den Abend. Eine Sorte gilt als indica-dominant, wenn der Indica-Anteil über 70 % liegt.
Sativa
Wächst hoch und schlank, mit luftigeren Blüten. Liefert ein belebendes, kreatives High und passt gut zum Tag. Sativa-dominante Sorten haben einen Sativa-Anteil über 70 %. In tropischen Regionen verbreitet, da sie längere Blütezeiten brauchen.
Hybrid
Kreuzungen aus Indica und Sativa, mit Eigenschaften beider Welten. Hybride können ausgewogen sein (50/50) oder in eine Richtung tendieren, etwa 60 % Sativa und 40 % Indica. Die meisten modernen Sorten sind Hybride.
Geschlecht: Warum feminisierte Samen?
Cannabispflanzen können männlich, weiblich oder hermaphroditisch sein. Für den Anbau zählt fast nur eines: weibliche Pflanzen, denn nur sie produzieren die Blüten mit hohem THC- und CBD-Gehalt.
- Männliche Pflanzen produzieren Pollen und werden in der Regel entfernt, bevor sie weibliche Pflanzen bestäuben.
- Weibliche Pflanzen entwickeln die Blüten, auf die es ankommt.
- Hermaphroditen bilden beide Geschlechter aus und können sich selbst bestäuben, meist unerwünscht.
Alle Samen bei Crush Seeds sind feminisiert. Du ziehst garantiert weibliche Pflanzen, ohne männliche aussortieren zu müssen, und holst das Maximum aus deiner Ernte.
Photoperiodisch oder Autoflower?
Cannabissamen lassen sich in zwei Hauptkategorien einteilen, je nachdem, wie die Pflanze in die Blütephase übergeht.
Photoperiodisch:
- Blüte ausgelöst durch Lichtzyklus-Wechsel
- Anbauzeit länger (12+ Wochen)
- Ertrag höher
- Kontrolle mehr
- Geeignet für Erfahrene & große Setups
Autoflower:
- Blüte ausgelöst durch Alter der Pflanze
- Anbauzeit kurz (8 bis 11 Wochen)
- Ertrag etwas geringer
- Kontrolle weniger
- Geeignet für Einsteiger & kleine Räume
Kurz gesagt: Wer maximale Erträge und Kontrolle will, greift zu photoperiodischen Sorten. Wer schnell, einfach und unkompliziert ernten möchte, ist mit Autoflower besser beraten.
Photoperiodische Sorten, Detail
Photoperiodische Pflanzen brauchen einen Wechsel im Lichtzyklus, um von der Wachstumsphase in die Blütephase überzugehen. Das gibt dir mehr Steuerung, kostet aber Zeit und Erfahrung.
Vorteile
- Höhere Erträge als Autoflower
- Längere Vegetationszeit ermöglicht mehr Kontrolle über Größe und Form
- Mehrfache Klone von derselben Mutterpflanze möglich
Nachteile
- Lichtsteuerung erforderlich (12/12-Stunden-Zyklus)
- Längere Gesamtzeit bis zur Ernte
- Anfälliger gegenüber Lichtlecks
So leitest du die Blüte ein
- In der Wachstumsphase (Vegetation) bekommt die Pflanze 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit pro Tag.
- Um die Blüte einzuleiten, stellst du auf 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit um.
- Dieser Wechsel signalisiert der Pflanze den Übergang von Sommer zu Herbst, sie beginnt zu blühen.
- Wichtig: Lichtlecks in der Dunkelphase können den Prozess stören und Stress auslösen. Achte auf einen wirklich dunklen Raum.
Autoflower-Sorten, Detail
Autoflower-Samen wechseln automatisch in die Blüte, unabhängig vom Licht. Dadurch sind sie deutlich pflegeleichter und perfekt für deinen ersten Grow.
Vorteile
- Kurze Anbauzeit (8 bis 11 Wochen vom Samen bis zur Ernte)
- Robust gegenüber Schwankungen in Klima und Pflege
- Ideal für kleine Räume und diskrete Setups
- Keine Lichtsteuerung nötig
Nachteile
- Geringere Erträge als photoperiodische Sorten
- Weniger Möglichkeit, Größe und Form zu beeinflussen
- Klone sind nicht sinnvoll (kurze Lebensdauer)
So läuft die Blüte ab
- Die Blüte beginnt von selbst etwa 3 bis 4 Wochen nach der Keimung.
- Autoflower können bei einem konstanten Lichtzyklus von 18/6 oder sogar 20/4 wachsen, das beschleunigt das Wachstum und steigert den Ertrag.
- Vermeide Stress wie Umtopfen oder starkes Beschneiden, weil die Pflanze ihre Lebensdauer nicht verlängern kann.
Vom Samen bis zur Ernte, in drei Phasen
1. Keimung & Pflanzung
- Lege den Samen zwischen feuchte Papiertücher oder in ein Glas Wasser, bis sich die Wurzel zeigt.
- Setz den gekeimten Samen vorsichtig in lockere Erde oder Kokossubstrat.
- Halte das Substrat feucht, aber nicht nass, Staunässe lässt den Samen verfaulen.
2. Pflege & Nährstoffe
- Pflanzen brauchen drei Hauptnährstoffe: Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K).
- Achte auf den pH-Wert: 5,8 bis 6,5 in Erde, 5,5 bis 6,0 in Hydroponik.
- In der Wachstumsphase mehr Stickstoff, in der Blüte mehr Phosphor und Kalium.
3. Ernte & Trocknung
- Ernte, wenn die Trichome (kleine Harzdrüsen auf den Blüten) milchig-weiß bis bernsteinfarben sind. Klare Trichome = zu früh.
- Trockne die Blüten 7 bis 14 Tage an einem dunklen, luftigen Ort.
- Ideale Bedingungen: rund 60 % Luftfeuchtigkeit und 18 bis 20 °C.
- Anschließend in luftdichten Gläsern fermentieren („curen"), das verfeinert Aroma und Wirkung